Was beim Wechsel des Stromanbieters zu beachten ist

business-361488_640Gleichwohl die Themen des Energiesparens und des Umweltbewusstseins dazu führen, dass immer mehr Verbraucher nach Optionen zur Vermeidung von unnötigen Stromkosten Ausschau halten, bleibt der zu entrichtende Preis für Strom ein großer Kostenfaktor in deutschen Haushalten. Vor diesem Hintergrund ist es immer ratsam, einen vergleichenden Blick auf den Markt zu richten und gegebenenfalls einen Wechsel des Stromanbieters in Betracht zu ziehen. Allerdings ist nicht jedes auf den ersten Blick verlockende Angebot in letzter Konsequenz empfehlenswert, sodass im Vorfeld einige Faktoren genauer betrachtet werden sollten.

Preis, Strompakete, Zahlungsweise

Grundsätzlich gilt, dass viele Anbieter Sondertarife zur Wahl stellen, die meist günstiger als die sogenannte Grundversorgung sind. Gerade bei einem Wechsel können zudem offerierte Bonuszahlungen äußerst attraktiv wirken. Hier ist allerdings zu beachten, dass eben diese Zahlungen calculator-428294_640meist nur im ersten Jahr ausgeschüttet werden. Wer einen langfristigen Vertrag unterzeichnet, sollte somit die Kosten, die sich aus der Gesamtlaufzeit ergeben, im Auge haben.
Viele auffindbare Angebote basieren ferner auf Paketpreisen. Hier zahlt der Kunde also einen Festpreis für eine genau definierte Menge Strom. Solche Verträge sind in der Regel nur dann zu empfehlen, wenn der eigene Verbrauch wirklich exakt kalkuliert werden kann. Wird mehr Strom verbraucht, werden oft massive Nachzahlungen fällig. Bei einem geringeren Stromverbrauch ist schlicht hinzunehmen, dass zu viel gezahlt wurde. Eine Rückerstattung ist in der Regel nicht vorgesehen.
Die Art, auf welche die fälligen Geldbeträge zu entrichten sind, verdient ebenfalls einen zweiten Blick. Entscheidet sich der Kunde für eine Zahlung per Vorauskasse, dann ist zumindest zu bedenken, dass das einmal gezahlte Geld im Falle einer Insolvenz des Stromanbieters wohl verloren ist.

power-731824_640Preisgarantie und Laufzeit

Wer ein günstiges Angebot ausgemacht hat, sollte sich anschließend mit der Frage befassen, inwiefern der Preis im Laufe der Vertragslaufzeit durch den Anbieter geändert werden kann. Eine Preisgarantie ist in einem solchen Fall selbstverständlich äußerst begrüßenswert, doch muss bedacht werden, ob der Preis für die gesamte Dauer des Vertrages oder lediglich einen begrenzten Zeitraum gebunden ist. Ebenso ist zu beachten, ob der Energieversorger eine gesonderte Gebühr für die Preisgarantie erhebt. Ist dies der Fall, so sind diese Kosten in die Gesamtkalkulation einzubeziehen. Darüber hinaus umschließt eine Preisgarantie meist keine zusätzlichen Kosten, die sich aus Steuern oder anderen Abgaben ergeben.

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Vor dem Hintergrund der eigenen Einschätzung des neuen Vertrages ist auch abzuwägen, ob ein mehrjähriger Vertrag abgeschlossen werden sollte. Verbraucherzentralen raten häufig zu einer Vertragslaufzeit, die ein Jahr nicht überschreitet. Auch eine Kündigung des Vertrages sollte innerhalb eines moderaten Zeitraums ausgesprochen werden können, die nach üblichen Ratschlägen drei Monate nicht überschreiten sollte.

Kundenservice

Letztlich sollte auch hinterfragt werden, wie es um den Service des potentiellen neuen Anbieters bestellt ist. Um sich hier einen Eindruck zu verschaffen, kann beispielsweise vor der Entscheidung für oder gegen einen Wechsel eine Servicehotline kontaktiert werden. Auch die Erfahrungen anderer Nutzer, die sich meist leicht im Internet finden lassen, können Anhaltspunkte über die Kundenfreundlichkeit eines Anbieters geben.