Frau Klein von t-online rief mich gerade an:
"Clemens von Hagen..."
"Einen wunderschönen guten Tag, Herr von Hagen! Hier spricht Frau Klein von t-online. Ich möch.."
"Wer ist da? Frau Klein?"
"Ja, richtig. Ich ..."
"Guten Tag Frau Klein, das finde ich ja nett, dass sie mich anrufen. Wie geht es Ihnen?"
"Ähm, danke - prima. Spreche ich mit Herrn Clemens von Hagen?"
"Äh, da muß ich mal eben nachgucken - ich bin oft etwas neben der Spur.. oh, ja! Doch, bin ich. Wer sind Sie nochmal, sagten Sie?"
"Herr von Hagen, ich bin Frau Klein von t-online!"
"Von t-online?"
"Richtig. Herr von Hagen, als moderner Mensch nutzen Sie doch bestimmt das Internet, nicht wahr?"
"Internet? Was is'n das?"
Hier ist Frau Klein von t-online das erste Mal irritiert, da ich sie von ihrem einstudierten Gesprächsleitfaden abschneide. Nach einer kleinen Schrecksekunde fängt sie sich aber:
"Nun, über das Internet können Sie mit einem Computer die ganze Welt bereisen und t-online bietet Ihnen die Möglichkeit dazu"
"Hm, och nöö - ich bleibe eigentlich lieber zu Hause"
Und hier handelte sie dann ganz souverän, indem sie mich nicht einfach wegdrückt, sondern mir noch einen wunderschönen Tag wünscht - genau wie bei Gesprächsbeginn.
Inzwischen liebe ich diese Callcenteranrufe. 
Man erkennt sie gleich daran, dass die Agents immer noch einmal nachfragen, ob sie mit Dir selber sprechen - obwohl Du Ihnen gerade Deinen Namen genannt hast... 
Ich glaube, das nächste Mal werde ich mal nach der Rechnung fragen - wieso die Dame entgegen unserer vorgestrigen Absprache die Rückbuchung noch nicht in die Wege geleitet hat... |